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Elkan-Haus
Das repräsentative, villenartige Mehrfamilienhaus wurde 1801 von Joseph Wolf Levi-Löwengard erbaut. Zu seinen späteren Besitzern gehörte der Arzt Dr. Simon Steinach, ein Pionier der antiseptischen Wundbehandlung. Sein Sohn Eugen Steinach zählt zu den Wegbereitern der Hormonforschung.
Ab 1898 lebte hier Theodor Elkan mit seiner Familie. Als Prokurist der Versicherungsagentur seines Schwiegervaters Michael Menz tätig, war er ab 1935 zudem letzter Kultusvorsteher der Israelitischen Gemeinde Hohenems. 1940 wurden die Familie Elkan und die ebenfalls im Haus wohnende Sophie Steingraber-Hauser nach Wien zwangsumgesiedelt und später im Ghetto Theresienstadt getötet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Haus als Unterkunft für jüdische Holocaust-Überlebende („Displaced Persons“) auf dem Weg zur Emigration. Seit der denkmalgerechten Restaurierung im Jahr 1996 wird es als Wohn- und Ärztehaus genutzt.

