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Villa Heimann-Rosenthal

1864 ließ der Textilfabrikant Anton Rosenthal die zweigeschossige spätklassizistische Villa nach Plänen des Architekten Felix Wilhelm Kubly errichten. Kunstvolle Schmiedeeisenarbeiten, Fassadenmalereien und floraler Stuckdekor prägen das Gebäude. Im gemalten Akanthusfries erinnern die Initialen „A R“ und „C R“ an Anton und seine Frau Charlotte Rosenthal.

Die Villa ist nach ihrer letzten jüdischen Besitzerin Clara Heimann-Rosenthal, der Tochter des Bauherrn, benannt. 1936 verkaufte sie ihr Geburtshaus an den Gemeindearzt Dr. Oskar Burtscher, blieb jedoch noch bis zu ihrer Zwangsumsiedlung nach Wien im Frühjahr 1940 im Haus. 1942 wurde Clara Heimann-Rosenthal im Konzentrationslager Theresienstadt ermordet.

1983 erwarb die Stadt Hohenems die denkmalgeschützte Villa. Von 1987 bis 1991 wurde sie zum Jüdischen Museum Hohenems umgebaut, das 1991 eröffnet wurde. 2005 bis 2007 wurden Innenräume und Garten für den Ausstellungsbetrieb und das Museumscafé weiterentwickelt.

 

Ort ist barrierefrei.

Standort & Kontakt
Website besuchenSchweizer Straße 547.3646391 | 9.6885261
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