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Aus lebloser Form
Anlässlich der Emsiana 2011 entstand diese Installation vor dem Salomon-Sulzer-Saal, der ehemaligen Synagoge im Jüdischen Viertel. Ausgangspunkt waren industrielle Stahlröhren, die in ihrer Form Erinnerungen an die Ofentürme von Konzentrationslagern auslösten. Ein Turm aus lebendigem Bambus wächst um die Röhren und steht für neues Leben und Hoffnung. Ein biblisches Zitat, Exodus 22.20, erinnert daran, Fremde nicht auszugrenzen und schlägt eine Brücke zu aktuellen Fluchtbewegungen. „Einen Fremden sollst du nicht ausgrenzen (ausnützen), ihr selbst seid in Ägypten Fremde gewesen“. Exodus 22.20
Mariella Scherling-Elia (1929-2017) war seit 1953 in Vorarlberg tätig. Ihr vielseitiges Werk umfasst Malerei, Zeichnung, Installation und Skulptur und setzt sich kritisch mit zeitgenössischen Themen auseinander. Für ihr Lebenswerk wurde sie mit der Ehrengabe des Landes Vorarlberg ausgezeichnet.