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Ehem. Gasthaus ‚Frohe Aussicht‘
Wo heute das ehemalige Gasthaus ‚Zur Frohen Aussicht‘ steht, lag 1777 noch ein unbebautes Grundstück im Besitz der Familie Levi. Vermutlich Ende des 18. Jahrhunderts entstand hier ein Wohnhaus. 1813 beschloss Josef Landauer, den Bäckerberuf zu ergreifen. Ab 1816 führte er im Haus eine Bäckerei und ein Gasthaus. Über drei Generationen wurde der Gasthausbetrieb von Frauen der Familie geführt: Jeanette („Schanet“), Julie und Nanette Landauer. Damit wurde das Haus zu einem wichtigen Treffpunkt im jüdisch-christlich geprägten Hohenems.
Nach einem verheerenden Brand 1895 entstand bereits 1896 ein Neubau mit charakteristischen Elementen des Schweizerhausstils. 1930 kam ein Ausrüstlokal für die Firma Bollag hinzu.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde das Gasthaus 1938 geschlossen. Der letzte Wirt war Iwan Landauer, der von 1930 bis 1934 auch Vorsteher der jüdischen Gemeinde war. 1939 ersteigerte der Schlossermeister Hugo Wolf das Haus und nutzte es als Wohnhaus.
2010 wurde das Haus renoviert und umgebaut. Das historische Gebäude steht unter Denkmalschutz.

