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Kadur-Haus
Das denkmalgeschützte Gebäude mit den markanten flachbogigen Einfahrtstoren und zahlreichen Eisennägeln besteht aus zwei Häusern: einem Wohnhaus und einem später errichteten Stadel, der als Lagerhaus und Werkstatt diente. Der rechte Trakt wurde 1659 errichtet und blieb vom Stadtbrand 1777 verschont.
Um 1800 gehörte das Wohnhaus dem Landgerichtsarzt Dr. Karl Hollenstein. 1810 erwarb Benedikt Bernheimer das Gebäude, nachdem der Hauserwerb in der Christengasse unter der bayerisch-napoleonischen Herrschaft erstmals auch Juden möglich war. 1815 errichtete Moritz Löwenberg anstelle eines älteren Hauses einen neuen Stadel, 1824 ließ Salomon Bernheimer das Wohnhaus umbauen. Weitere jüdische Besitzer folgten, darunter die Familien Löwenberg, Bernheimer und Hirsch.
1900 erwarb der Stickereifabrikant Valerian Dillinger das Gebäude, 1931 der Malermeister Johann Kadur. Seit 2009 befindet es sich im Besitz der Schubertiade GmbH, die hier zwei Museen eingerichtet hat:
Schuhmacher-Museum – Stadt Hohenems
Schubertiade-Museum – Stadt Hohenems

