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‚Kitzingerhaus‘
1797 wanderte Herz Jakob Kitzinger aus Pfersee nach Hohenems ein und eröffnete hier das erste Kaffeehaus Vorarlbergs. Es entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Treffpunkt für die gehobene jüdische Gesellschaft, jüdische Vereine und das christlich-bürgerliche Hohenems. Hier trafen sich die Mitglieder der 1813 gegründeten säkularen jüdischen Lesegesellschaft und des Bildungsvereins Concordia.
Zuvor war das Haus im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts Wohnsitz der Familie Gutmann. Die Raumstruktur aus dieser Zeit ist bis heute nahezu unverändert erhalten.
Nach einem Teilbrand 1846 wurde das Haus wieder aufgebaut. 1882 endete der Gastbetrieb und das Haus wurde an Bürgermeister Dr. Hermann Mathis verkauft. Zwischen 1919 und 1921 bestand nochmals eine Gasthauskonzession. Von 1926 bis 1937 war hier der Krankenpflegeverein untergebracht. 1996 wurde das Kitzinger Haus generalsaniert.
Heute beherbergt das denkmalgeschützte Haus unter anderem Räumlichkeiten des Jüdischen Museums und ist ein Treffpunkt des Kulturkreises Hohenems.

