Historische Spur
Hohenems blickt auf eine vielfältige Geschichte zurück. Bereits 1333 erhielt der „Flecken zu Ems“ das Stadtrecht, 1983 wurde Hohenems schließlich zur Stadt erhoben. Dazwischen liegen Jahrhunderte, in denen sich das Stadtbild, das gesellschaftliche Leben und die kulturelle Identität des Ortes immer wieder verändert und weiterentwickelt haben.
Christliches und jüdisches Leben prägten die Entwicklung von Hohenems ebenso wie Handel, Handwerk und zahlreiche Pionierleistungen – vom ersten Bankhaus bis zum ersten Café Vorarlbergs.
Auf diesem Spaziergang begeben wir uns auf die Spuren dieser Geschichte. Historische Fotoaufnahmen eröffnen dabei einen besonderen Blick in die Vergangenheit und machen sichtbar, wie sich Straßen, Plätze und Häuser im Laufe der Jahrzehnte verändert haben.
Stand: September 2026
Texte: Dr. Norbert Peter, Jüdisches Museum Hohenems und Stadt Hohenems
Ideale Reihenfolge für die Historische Spur
Markus-Sittikus-Saal
Der Markus-Sittikus-Saal wurde 1911–1913 nach Plänen des Bauamtsleiters Ludwig Morstein im Heimatstil als Turnhalle errichtet. Über Jahrzehnte war er ein zentraler Ort für Sport, Kultur und gesellschaftliches Leben in Hohenems; ...
Mehele-Haus
Das Gebäude hat im Laufe seiner Geschichte mehrere Funktionswandel erfahren. 1903/04 wurde es als Bierbrauerei der Familie Spieler nach den Plänen der Münchner Architekten Miller & Hetzel errichtet. Der Bau ...
Kapelle St. Karl
1617 ließ Graf Kaspar von Hohenems die Kapelle zu Ehren seines 1610 heiliggesprochenen Onkels Karl Borromäus errichten. Im Jahr 1770 wurde sie von Baumeister Peter Bein barock umgestaltet. Die noch ...
Altes Rathaus
Das Alte Rathaus wurde 1567 anlässlich der Synode in Konstanz im Auftrag von Kardinal Markus Sittikus III. als gräfliches Gäste- und Wirtshaus errichtet. Die Pläne stammten vom Baumeister Martino Longhi, ...
‚Spanische Villa‘
1904/05 ließ der Kaufmann Antonio Ammann, der mehrere Jahre in Spanien gelebt hatte, die „Spanische Villa“ nach den Plänen des Architekten Hanns Kornberger errichten. Auf Wunsch des Bauherrn entstand ein ...
Ehemaliges Postamt
1808 errichtete Joseph Spieler neben dem Gasthaus „Zur Sonne“ eine Bierbrauerei, die bald um einen Gasthausbetrieb erweitert wurde. Als Spieler 1822 das Amt des Postmeisters übernahm, erhielt das Gasthaus den ...
Renaissancepalast
Der Palast Hohenems zählt zu den bedeutendsten Renaissancebauten Westösterreichs. Er wurde ab 1563 nach Plänen des italienischen Baumeisters Martino Longhi im Auftrag von Kardinal Markus Sittikus III. von Hohenems errichtet ...
Schlosskaffee
Das heutige Gebäude geht auf einen 1898 errichteten historistischen Neubau nach Plänen des Architekten August Amann zurück. Bauherr war der Stickereifabrikant Peter Anton Durgiai, dessen Familie das Grundstück seit dem ...
Gasthaus Löwen und Löwensaal
Der „Löwen“ zählt seit über 200 Jahren zu den bedeutenden Treffpunkten des öffentlichen Lebens in Hohenems. Das Gasthaus „Zum Löwen“ wurde 1806/07 von Postmeister Johann Josef Waibel errichtet und diente ...
Volksschule Markt
Die Volksschule Markt wurde 1828–1830 errichtet und erhielt 1840 ein zusätzliches Stockwerk. Neben dem Schulbetrieb beherbergte das Gebäude zeitweise auch die Gemeindekanzlei (bis 1908), eine Lehrerwohnung, eine Bank und den ...
Pfarrkirche St. Karl Borromäus
Die Pfarrkirche Hl. Karl Borromäus zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten in Hohenems. Der mächtige spätbarock-klassizistische Saalbau wurde 1796/97 nach Plänen von Jakob Scheiterle errichtet und ist dem heiligen Karl Borromäus ...
Ehemaliger Pfarrhof
Das Gebäude wurde beim Stadtbrand von 1777 zerstört und 1778 im spätbarocken Stil auf den Kellergewölben des 16. Jahrhunderts wiederaufgebaut. Die Rokoko-Stuckdecke von 1780 mit Darstellungen der Jahreszeiten sowie den ...
Ehem. erste Vorarlberger Buchdruckerei
Das Gebäude wurde um 1605 als Kaplaneihaus errichtet und 1616 zu einer Buchdruckerei umgebaut; zugleich diente es als Wohnhaus des Buchdruckers Bartholomäus Schnell d. Älteren. Nach einer Renovierung um 1700 ...
Ehem. Gasthaus ‚Krone‘
Das Gebäude wurde vermutlich 1605/06 errichtet und 1640 erstmals urkundlich als Gastbetrieb erwähnt. Nach der Zerstörung beim Stadtbrand von 1777 entstand 1778 ein Neubau über älterem Keller mit bauzeitlicher Eisentüre. ...
Ehem. Gasthaus ‚Engelburg‘
1606 ließ Graf Kaspar an dieser Stelle die herrschaftliche Taverne errichten, in der ab 1607 das Emser Gericht tagte. Nach dem Stadtbrand von 1777 wurde das Gebäude über dem älteren ...
Kadur-Haus
Das denkmalgeschützte Gebäude mit den markanten flachbogigen Einfahrtstoren und zahlreichen Eisennägeln besteht aus zwei Häusern: einem Wohnhaus und einem später errichteten Stadel, der als Lagerhaus und Werkstatt diente. Der rechte ...
Jahreis-Haus
Das denkmalgeschützte Haus Marktstraße 38 wurde vor 1610 errichtet; erster namentlich bekannter Eigentümer war der Gerbermeister Josef Anton Amann. 1838 erwarb Bankier Emanuel Brettauer das Gebäude. Im Nachbarhaus Nr. 40 ...
Villa Franziska und Iwan Rosenthal
Die Villa Iwan und Franziska Rosenthal geht auf einen Vorgängerbau zurück, der 1768/69 im Besitz des Postmeisters Karl Josef Waibel war. Nach dem Erwerb durch Josef Rosenthal 1807 entstand 1823 ...
Ehem. Jüdische Schule
Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bemühte sich die Jüdische Gemeinde Hohenems um den Bau eines neuen Schulhauses. Zwischen 1825 und 1828 entstand die „Deutsche Normalschule“ in schlichtem ländlichen Klassizismus. ...
Mikwe
Die 1829 errichtete Gemeindemikwe ist die einzige erhaltene historische Mikwe in Österreich und steht unter Denkmalschutz. Das rituelle Tauchbad diente vor allem jüdischen Frauen zur traditionellen rituellen Reinigung und wurde ...
Elkan-Haus
Das repräsentative, villenartige Mehrfamilienhaus wurde 1801 von Joseph Wolf Levi-Löwengard erbaut. Zu seinen späteren Besitzern gehörte der Arzt Dr. Simon Steinach, ein Pionier der antiseptischen Wundbehandlung. Sein Sohn Eugen Steinach zählt zu den Wegbereitern der Hormonforschung.
Ab 1898 lebte hier Theodor ...
Salomon-Sulzer-Saal / ehem. Synagoge
Die ehemalige Synagoge Hohenems wurde 1770–72 nach Plänen des Bregenzerwälder Baumeisters Peter Bein im spätbarock-klassizistischen Stil errichtet. 1816–17 wurde sie renoviert, 1863–67 nach Plänen des Architekten Felix Wilhelm Kubly umgebaut ...
Jüdische Kaufmannshäuser
Die stattlichen Kontorhäuser der jüdischen Kaufmannsfamilien Löwenberg, Löwengard und Hirschfeld in der Schweizer Straße 2 bis 8 entstanden nach dem Brand von 1777 und wurden teilweise im 19. Jahrhundert erneuert. ...
Brettauer-Haus
Herz Lämle aus dem nordbadischen Bretten ließ sich 1773 in Hohenems nieder; seine Nachkommen nannten sich ab 1813 Brettauer. 1832 erwarb Simon Brettauer ein gerade von Baumeister Xaver Fässler in ...
Ehem. Gasthaus ‚Frohe Aussicht‘
Wo heute das ehemalige Gasthaus ‚Zur Frohen Aussicht‘ steht, lag 1777 noch ein unbebautes Grundstück im Besitz der Familie Levi. Vermutlich Ende des 18. Jahrhunderts entstand hier ein Wohnhaus. 1813 ...
Ehem. Jüdisches Armenhaus
Der Kern des Gebäudes stammt vermutlich aus dem 17. Jahrhundert. 1774 befand sich das Haus im Besitz von Benjamin Burgauer. 1871 erwarb es die Israelitengemeinde und ließ es zum Jüdischen ...
‚Kitzingerhaus‘
1797 wanderte Herz Jakob Kitzinger aus Pfersee nach Hohenems ein und eröffnete hier das erste Kaffeehaus Vorarlbergs. Es entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Treffpunkt für die gehobene jüdische Gesellschaft, ...
Villa Heimann-Rosenthal
1864 ließ der Textilfabrikant Anton Rosenthal die zweigeschossige spätklassizistische Villa nach Plänen des Architekten Felix Wilhelm Kubly errichten. Kunstvolle Schmiedeeisenarbeiten, Fassadenmalereien und floraler Stuckdekor prägen das Gebäude. Im gemalten Akanthusfries ...
Villa Arnold Rosenthal
1843 ließ der Textilunternehmer Josef Rosenthal das Gebäude als bürgerliches Wohnhaus errichten. Sein Sohn Arnold Rosenthal ließ es 1887 zu einer repräsentativen Villa im Stil der Neorenaissance umbauen. Im Schlussstein ...





























